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UPTe: Ihr Schlüssel zur langfristigen Zahngesundheit nach der Parodontitisbehandlung

Lukas Fuchs vor 6 Monaten Webdesign & UX 3 Min. Lesezeit

Sie haben eine Parodontitisbehandlung hinter sich? Herzlichen Glückwunsch! Doch damit der Erfolg langfristig anhält, ist die **UPTe** – die unterstützende Parodontitistherapie – unerlässlich. Erfahren Sie hier alles Wichtige über diese wichtige Nachsorge, ihre Bedeutung und wie sie Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch optimal schützt.

UPTe: Was ist das und warum ist sie so wichtig?

Die **UPTe**, kurz für **unterstützende Parodontitistherapie**, ist ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Behandlung von Parodontitis. Sie wird nach der initialen, aktiven Phase der Parodontitistherapie durchgeführt, um den erreichten Behandlungserfolg zu sichern und ein erneutes Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Warum ist die UPTe so wichtig?

Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die durch Bakterien verursacht wird. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung können sich diese Bakterien wieder ansiedeln und erneut zu Entzündungen führen. Die UPTe zielt darauf ab, diese Bakterien in Schach zu halten und das Risiko eines Rückfalls zu minimieren.

Was beinhaltet die UPTe genau?

Die UPTe umfasst verschiedene Maßnahmen, die individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden. Dazu gehören typischerweise:

  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Der Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin untersucht das Zahnfleisch, misst die Sondierungstiefen und beurteilt den Zustand des Zahnhalteapparates.
  • Professionelle Zahnreinigung (PZR): Hierbei werden bakterielle Beläge (Plaque) und Zahnstein gründlich entfernt, auch an schwer zugänglichen Stellen.
  • Subgingivale Instrumentierung (UPTe im engeren Sinne): Diese beinhaltet die Entfernung von Belägen und Konkrementen unterhalb des Zahnfleischrandes an einwurzeligen Zähnen, wenn Sondierungstiefen von 4mm oder mehr und Sondierungsbluten vorliegen. Dies ist der eigentliche Leistungsinhalt der BEMA-Position UPTe.
  • Mundhygieneinstruktionen und -motivation: Der Patient erhält individuelle Anleitungen zur optimalen Mundhygiene zu Hause und wird motiviert, diese konsequent umzusetzen.
  • Fluoridierung: Die Zähne werden mit Fluorid behandelt, um sie widerstandsfähiger gegen Säureangriffe zu machen.
  • Bei Bedarf: Bakterientests und antimikrobielle Behandlungen.

Die UPTe im Detail: Subgingivale Instrumentierung

Ein zentraler Bestandteil der UPTe ist die **subgingivale Instrumentierung**. Diese Maßnahme konzentriert sich auf die Reinigung der Zahnwurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischrandes. Mit speziellen Instrumenten werden bakterielle Beläge (Biofilm) und Ablagerungen (Konkremente) entfernt, die sich dort festgesetzt haben.

Warum ist das so wichtig? Weil gerade diese Beläge unter dem Zahnfleischrand die Hauptursache für die chronische Entzündung sind. Eine gründliche Entfernung dieser Beläge ist entscheidend, um die Entzündung zu reduzieren und das Zahnfleisch zu stabilisieren.

Abrechnung der UPTe: Was Sie wissen müssen

Die UPTe ist in Deutschland eine Kassenleistung, die im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung abgerechnet werden kann. Die Abrechnung erfolgt über den BEMA-Katalog. Relevant ist hierbei insbesondere die BEMA-Position **UPTe**, welche die subgingivale Instrumentierung an einwurzeligen Zähnen mit einer Taschentiefe von ≥ 4mm und Bluten auf Sondieren beschreibt.

Wichtige Hinweise zur Abrechnung:

  • Die UPTe ist nur an Zähnen abrechenbar, an denen zuvor eine aktive Parodontitistherapie (AIT) durchgeführt wurde.
  • Die Abrechnung erfolgt je einwurzeligem Zahn.
  • Es gibt auch die BEMA-Position UPTf für mehrwurzelige Zähne.

Wie oft sollte die UPTe durchgeführt werden?

Die Häufigkeit der UPTe-Sitzungen wird individuell festgelegt und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B.:

  • Schweregrad der Parodontitis
  • Individuelles Entzündungsrisiko
  • Mundhygiene des Patienten

In der Regel werden die Kontrolluntersuchungen und professionellen Zahnreinigungen in den ersten beiden Jahren nach der aktiven Therapie alle drei bis sechs Monate empfohlen. Danach kann das Intervall auf sechs bis zwölf Monate verlängert werden.

Was können Sie selbst tun?

Die UPTe ist ein wichtiger Baustein für den langfristigen Erfolg der Parodontitistherapie. Aber auch Sie selbst können einen wichtigen Beitrag leisten:

  • Optimale Mundhygiene: Zweimal täglich Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten zur Reinigung der Zahnzwischenräume.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt: Nehmen Sie die vereinbarten Termine zur UPTe wahr.
  • Gesunde Ernährung: Vermeiden Sie zuckerhaltige Speisen und Getränke, da diese das Wachstum von Bakterien fördern.
  • Nicht rauchen: Rauchen beeinträchtigt die Durchblutung des Zahnfleisches und erhöht das Risiko für Parodontitis.

Fazit

Die **UPTe** ist ein unverzichtbarer Bestandteil der langfristigen Parodontitistherapie. Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen, professionelle Zahnreinigungen und eine optimale Mundhygiene können Sie den Behandlungserfolg sichern und Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch dauerhaft gesund erhalten. Sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt über die für Sie optimale UPTe-Strategie!

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